Einsteigersets

Hier sind drei Empfehlungen für Einsteigersets, die jeweils aufeinander abgestimmte Akkus und Verdampfer enthalten, in den Stärken leicht, mittel und stark. Leichte und mittlere Geräte eignen sich für alle Einsteiger. An starke Geräte sollten sich zu Anfang nur sehr starke Raucher wagen, die eventuell auch schon mehrfach Kontakt mit E-Zigaretten hatten, und bislang mit der Leistung sehr unzufrieden waren. Viele glauben erstmal nicht, wie stark E-Zigaretten sein können – an starke Geräte also bitte mit Vorsicht herangehen.

Grundlegendes

Alle hier vorgestellten Geräte werden manuell gesteuert, produzieren also erst Dampf, wenn man auf den Knopf drückt.  Dabei bieten sich ganz unterschiedliche Handhaltungen an, es lohnt sich, zu probieren, was einem gut liegt. Wichtig ist nur: Das Mundstück in den Mund, die E-Zigarette festhalten und noch mindestens einen Finger oder Daumen auf den Knopf (den Knopf nach dem Zug auch wieder loslassen). Manche E-Zigaretten haben ein recht kleines Luftloch, das kann man mit einem Finger leicht zudrücken. Sollte sich an der E-Zigarette irgendwie gar nicht ziehen lassen oder nur Unterdruck im Mund entstehen, ist vermutlich das Luftloch zu.

Die meisten E-Zigaretten haben eine Tastensperre, mit der sich der Knopf abstellen lässt, damit sie nicht in der Tasche losgeht. Bei vielen Geräten erreicht man das, indem man 5x kurz auf den Knopf drückt (genau so lässt sie sich auch wieder entsperren). Am Anfang ist der 5-Klick bisweilen etwas frustrierend – ist das Ding jetzt wirklich An/Aus? Manche Geräte haben ein Licht, das bestätigt, wenn die E-Zigarette gesperrt/entsperrt ist, bei manchen muss man einfach kurz auf den Knopf drücken und hören, ob sich was tut. Das wird aber schnell Routine und geht ganz leicht von der Hand. Liegt die E-Zigarette auf dem Tisch, muss nicht jedes Mal wieder die Tastensperre betätigt werden, das dient nur zum Transportschutz. Viele E-Zigaretten-Akkus sind beim Verkauf schon vorgeladen und können direkt in Betrieb genommen werden – tut sich erstmal gar nichts, lohnt es sich, die Tastensperre zu überprüfen.

Bei allen vorgeschlagenen Produkten findet ihr jeweils einen Link, über den sie erhältlich sind. Viele davon leiten auf den Amazon-Shop von “ModernSmoke” weiter. Das sind ein paar nette Jungs, die mir in meinen Anfangstagen mit Rat und Tat zur Seite gestanden haben und mich noch heute dann und wann mit Testgeräten versorgen: wenn die nicht gewesen wären, wäre ich heute vielleicht nicht beim Dampfen. Vielen Dank an dieser Stelle! Wer ModernSmoke unterstützen möchte, kann gern dort bestellen, wer einen Tipp hat, was unbedingt ins Sortiment sollte, kann mir auch gern Bescheid sagen. Was ModernSmoke nicht anbietet, ich aber gerne empfehle, findet ihr auf anderen Shoplinks.

Leicht

Ganz zarten Dampf bei zuverlässiger Dampfentwicklung und wenig Schwierigkeiten bei den ersten Zügen bietet die Joyetech ecom-c twist.

e-com Twist
ecom-c twist in weiß

ecom-hand

 

 

Das Set ist mit um die 40€ recht günstig und in schwarz, silber, weiß, rosa, lila, blau und rot erhältlich, 650mAh reichen für den Anfang. Das Paket enthält neben der Batterie und dem Verdampfer (Typ A) zwei Coils (einen im Verdampfer und einen Ersatz-Coil), ein komplettes USB-Ladeset mit Steckdosen-Adapter und ein Ersatzmundstück. Weitere Ersatz-Coils gibt es bei ModernSmoke.

Die ecom-c twist eignet sich gut, wenn man erstmal ganz milden Dampf möchte. Sie macht kaum Geräusche beim Ziehen und ist optisch durch die durchgehende Farbe und die Stiftform attraktiv. Die Leistung der Batterie lässt sich einstellen: wenn erstmal zu wenig Dampf kommt, kann man aufdrehen, wenn es verbrannt schmeckt, herunterregeln. Der Tank hat Seitenfenster, durch die man sieht, wieviel Liquid noch im Tank ist.

ecom-fenster

Zum Nachfüllen des Liquids wird der Verdampfer von der silbernen Manschette in der Mitte abgeschraubt und von unten (am Ende, das gegenüber vom Mundstück liegt) befüllt.Die Coils lassen sich einfach mit einem Dreh-Click einstecken und sitzen dann fest. Das Mundstück ist aus Plastik. Durch das kleine Loch in der Silbermanschette wird Luft durch den Verdampfer gezogen. Aufpassen, hier liegt ein beliebter Anfängerfehler: liegt ein Finger auf dem Luftloch, “geht” die E-Zigarette nicht. Sonst ist die ecom-c recht mackenarm und leicht zu bedienen.

Mittel

DAS Gerät, mit dem fast jeder sofort zurecht kommt, das kaum Fehler in der Zugtechnik zulässt und für ein Kompaktset einfach jede Menge bietet ist der istick basic. Der Dampf kann schon sehr kräftig werden, mit kürzeren Zügen lässt sich jedoch auch ein sanfteres Dampfgefühl erzeugen. Die Batterie hält wesentlich länger als bei der ecom und lädt sehr schnell auf.

 

istick basic
istick basic in grau

istick basic

 

 

 

 

 

 

 

 

Der istick basic besteht aus einer Batterie mit einem Fach für den Verdampfer. Der Verdampfer (ein Gs Air 2) ist auch einzeln erhältlich, die Coils sind recht günstig. Der Verdampfer wird mit einem Magnetadapter in das Fach in der Batterie gesteckt und ist im Inneren der Metallhülle gut geschützt, nur das Mundstück schaut oben heraus. Der Verdampfer wird zum Nachbefüllen ebenfalls unten aufgeschraubt, der Liquidstand ist durch die Fenster in der Metallhülle gut zu sehen.

gs-air-luft

istick-basic-hand

 

Am unteren Ende des Verdampfers befindet sich zudem ein Metallring, mit dem die Luftzufuhr nach Belieben geregelt werden kann. Viel Luft sorgt für mehr “Verdünnung” des Dampfes, der sich dann auch leichter direkt in die Lunge ziehen lässt. Wenig Luft sorgt für dickeren Dampf, der erstmal in den Mund gezogen und dann eingeatmet wird. Durch das Versenken in der Batterie kommt man auch nicht so leicht an die Luftzufuhr oder drückt sie versehentlich zu. Die Leistung der Batterie lässt sich hier nicht regeln.

Im Set sind neben Batterie und Verdampfer auch zwei Ersatzcoils, ein Magnetadapter, ein Adapter für andere Verdampfer und ein Ladekabel, jedoch kein Netzadapter. Das Set ist in schwarz, grau, silber, pink, rot und blau erhältlich – die farbigen istick basics erscheinen auf den Bildern im Netz oft recht matt, sind aber in Wirklichkeit sehr kräftig metallic-bunt.

Die Standard-Coils haben einen Widerstand von 0,75 Ohm (wem das gefällt, der sollte auch diese nachkaufen, es gibt sie auch mit 1,5 Ohm Widerstand, die habe ich aber noch nie getestet). Das ist schon ein recht geringer Widerstand, die Coils werden also empfindlich fürs Durchbrennen.

gs-air-coil

Um das Durchbrennen zu vermeiden, muss die Watte gut befeuchtet werden, bevor ein neuer Coil zum ersten Mal in Betrieb genommen wird. Man sieht durch kleine Fenster in der Metallhülse die Watte im Inneren, hier kann man pro Fenster 1-2 Tropfen Liquid auf die Watte geben, bevor man den Coil einsetzt. Nach dem Einsetzen eines frischen Coils sollte noch 1-2 Minuten gewartet werden, damit das Liquid Zeit hat, in die Watte einzuziehen, bevor er beheizt wird.  Ein beliebter Fehler beim Standardverdampfer des istick basic-Sets ist, dass der Coil nicht fest genug eingeschraubt ist (dann passiert einfach nichts beim Drücken auf den Knopf). Hier ist etwas Fingerspitzengefühl gefragt: Den Coil kräftig eindrehen, bis es nicht mehr weiter geht – lässt er sich dann mit leichtem Druck wieder aufdrehen, ist das fest genug. Zu fest eingedrehte Coils können auch nicht mehr funktionieren und gehen bisweilen kaputt. Wer sich zu Anfangs nicht sicher ist: lieber erstmal locker eindrehen, ausprobieren, und bei Bedarf nachziehen.

Stark

Wem die oben genannten Geräte zu schwach sind, sollte mal die  ijust 2 probieren (hier Batterie, Verdampfer und Coils). Die ijust 2 ist ein Monster, sie faucht, dampft massiv und wirkt durch das silberne Stiftdesign dennoch elegant und lässt sich gut verstauen.  Obwohl der Dampf viel milder ist als Tabakrauch, merkt man hier richtig was im Hals.

ijust-2 ijust-2_hand

Dem Verdampfer liegt ein Gummiring bei, mit dem die Luftzufuhr theoretisch von außen geregelt werden kann. Der Ringt bringt jedoch nicht viel, dieses Gerät ist auf “Lungendampfen” ausgelegt, bei dem der Dampf mit offener Luftzufuhr direkt auf Lunge gezogen wird. Die Luftzufuhr geht rings um den ganzen Verdampferkopf und kann damit kaum zugedrückt werden.

Befüllt wird ebenfalls der aufgeschraubte Tank von unten, das mitgelieferte Mundstück aus Metall lässt sich hier auswechseln. Die Standardcoils mit 0,3 Ohm sind recht empfindlich und sollten gründlich eingeweicht werden, bevor zum ersten Mal beheizt wird. Einsteiger sollten hier besonders darauf achten, dass der Dampf nicht verbrannt schmeckt.  Die Coils mit 0,5 Ohm sind etwas weniger empfindlich, produzieren den Dampf dafür langsamer und nicht ganz so kräftig. Insgesamt erfordert diese E-Zigarette besondere Vorsicht, Einsteiger solten nicht daran herumbasteln und beim Inhalieren darauf gefasst sein, dass sehr kräftiger Dampf kommt.

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