Selbstwickler

Selbstwickeln sollten prinzipiell nur etwas erfahrenere Dampfer, die sich das Hantieren mit elektrischen Bauteilen zutrauen!

Bei “Selbstwicklern” besteht das Heizelement nicht aus fertigen Einweg-Coils, sondern aus einer offen liegenden Drahtspule, in die die Watte oder der Docht für das Liquid eingezogen wird. “Selbst gewickelt” wird dabei die Heizspule aus einem Stück Draht. Die meisten Selbstwickler auf dem Markt sind fertige Bausätze mit allen Teilen und erfordern nur etwas Fingerfertigkeit und die Einhaltung von ein paar Sicherheitsregeln – um sicher zu gehen, dass man eine Spule mit dem richtigen Widerstand gewickelt hat, braucht man ein Gerät, dass den Widerstand messen kann (entweder ein kleines Messgerät oder einen Akku, der den Widerstand anzeigt). Die Möglichkeiten der Wicklung sind extrem vielfältig und manchmal nur etwas für geschickte Bastler – das Selbstwickeln lohnt sich aber auch, wenn man nicht unbedingt in die Oberliga des Dampfens aufsteigen will.

Der Dampf aus Selbstwicklern ist insgesamt weicher und zarter als aus Geräten mit Coils, der ständige Nachkauf von Coils hat sich damit zudem erledigt. Die Spule muss nicht jedes Mal erneuert werden, wenn der Geschmack nachlässt oder doch einmal brenzlig geworden ist – hier kann man einfach die Watte aus der Spule ziehen und neue einlegen.

lemo-2-wicklung

Der von mir uneingeschränkt empfohlene Verdampfer ist der Kayfun V3 Mini  (Link auf die Hersteller-Seite) – mit knapp 100€ nicht ganz billig, aber dafür sowohl ein ausgereiftes Produkt für Profis wie auch für Einsteiger geeignet.

Insgesamt eignet sich der Kayfun V3 Mini besser zum “Backendampfen” (der Dampf wird zuerst in den Mund gezogen und von dort in die Lunge inhaliert) als zum “Lungendampfen” (der Dampf wird direkt in die Lunge gezogen) und er ist ein mittelstarkes Gerät. Die Luftzufuhr, mit der sich regeln lässt, wieviel Luft bei einem Zug mitgeht und wie kräftig oder sanft man dementsprechend zieht, lässt sich nur einstellen, wenn das Gerät auseinander gebaut ist. Einmal richtig eingestellt, kann man sie dafür aber auch nicht versehentlich verstellen. Das “Coil Deck” mit den Kontakten, in die die Wicklung mit zwei kleinen Schrauben eingedreht wird, ist recht klein, erfordert etwas Fingerfertigkeit und eignet sich für eher dünnere Drähte. Durch die saubere Verarbeitung gestaltet sich das aber dennoch recht einfach.

Die Konsistenz des Dampfs und die Geschmacksentwicklung mit dem V3 Mini ist überragend. Das Liquid lässt sich von oben nachfüllen und die Menge an Liquid, die nach unten durchfliesst, stufenlos einstellen.

 

SEITE NOCH IM AUFBAU